Trockenheit, Überflutung, Mikroplastik: Neue Herausforderungen für Wasser & Abwasser

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Mehr Starkregen, häufige Trockenperioden und Mikroplastik im Abwasser stellen Wasser- und Abwasserbetriebe vor wachsende Herausforderungen. Intelligente Antriebstechnik von ABB Motion hilft, Anlagen effizienter zu betreiben, Versorgungsnetze zu verbinden und neue Reinigungsanforderungen zu erfüllen – vom Hebewerk bis zur vierten Reinigungsstufe.

Klimawandel, neue Grenzwerte und steigende Ansprüche an die Versorgungssicherheit stellen die Wasser- und Abwasserbranche vor tiefgreifende Herausforderungen. Starkregenereignisse belasten die Kanalisation, langanhaltende Trockenperioden erschweren die Trinkwasserversorgung, neue gesetzliche Vorgaben verlangen die Entfernung von Spurenstoffen und Mikroplastik aus dem Abwasser. Kommunen und Betreiber brauchen Technik, die flexibel, effizient und belastbar ist.

Neue Anforderungen, alte Infrastruktur: Was Betreibern zu schaffen macht

Ob bei der Wasserversorgung oder der Abwasseraufbereitung: Die Anforderungen an Anlagen variieren regional stark. Während die eine Kommune ihre Kläranlage mit einer zusätzlichen Reinigungsstufe für Spurenstoffe nachrüstet, muss die andere zunächst den Überflutungsschutz verstärken oder die Wasserversorgung über immer weitere Strecken sichern.

Hinzu kommen strukturelle Probleme: Ältere Hebeanlagen sind oft ineffizient, nicht automatisiert und energietechnisch veraltet. Neue Verbraucher wie Ozonanlagen oder Aktivkohlefilter können zudem zusätzliche Netzbelastungen erzeugen. Allgemein macht eine sinkende Wasserverfügbarkeit immer öfter eine intensivere regionale Vernetzung notwendig.

„Abwasserunternehmen sind immer auch für das Handling von Regenwasser zuständig. Da zu den Folgen des Klimawandels auch eine Zunahme von Starkregenereignissen gehört, müssen deshalb immer mehr Regenüberlaufbecken gebaut werden.“

Boris Vaihinger, Experte für den Bereich Wasser & Abwasser bei ABB Motion

Flexible Technik für neue Belastungssituationen

ABB bietet Antriebstechnik für alle relevanten Anwendungsbereiche in der Wasserwirtschaft. Der Frequenzumrichter ACQ580 ist speziell auf Pumpen, Rührwerke und Belüfter in Wasser- und Abwasseranlagen ausgelegt. In Kombination mit energieeffizienten Motoren lässt sich der Betrieb exakt auf wechselnde Bedingungen abstimmen – bei Teillast, hoher Schmutzfracht oder auch bei neuen Gefahren wie Starkregenereignissen.

Für Regionen mit großem Wassertransportbedarf – etwa bei regionalen Verbundleitungen – unterstützen Systeme von ABB auch Fernleitungspumpen mit hohem Druckbedarf. Über Modbus lassen sich mehrere Pumpstationen einfach und robust vernetzen und automatisch steuern. Redundanz ist Teil des Konzepts: Fällt eine Steuerung einmal aus, übernimmt ein anderes System.

Zur Fernwartung bietet ABB Mobile Connect an. Die Lösung erlaubt eine sichere Verbindung, ohne auf offene Systeme zurückzugreifen. Damit eignet sich die Technik auch für kritische Infrastrukturen. 

Statt die Stromnetze durch weitere Verbraucher zusätzlich zu belasten, können Anlagenbetreiber mit Frequenzumrichtern von ABB sicherstellen, dass Störungen erst gar nicht entstehen. Zum Beispiel mit der Ultra-Low-Harmonic-Variante des ACQ580: Diese Frequenzumrichter reduzieren Oberschwingungen auf ein Minimum und helfen, die Netzqualität zu erhalten – besonders bei sensiblen Anwendungen wie der Ozonierung, der UV-Desinfektion oder bei zusätzlichen Reinigungsstufen.

Weniger Risiken, mehr Effizienz: So profitieren Anlagenbetreiber

Pumpwerke und Reinigungsanlagen, die mit Technik von ABB ausgestattet sind, reagieren flexibel auf wechselnde Anforderungen und neue Herausforderungen für die Wasser- und Abwasserbranche. Lastspitzen lassen sich abfedern, Überflutungsrisiken reduzieren, neue Verbraucher effizient integrieren. Dabei wird stets sichergestellt, dass die Netzqualität auch bei komplexen Prozessen stabil bleibt.

Die Kombination aus Frequenzumrichter, energieeffizienten Motoren und intelligenter Steuerung sorgt dafür, dass Anlagen weniger Energie verbrauchen, länger laufen und einfacher gewartet werden können. Fernwartung reduziert die Anforderungen an das Personal vor Ort, automatisierte Betriebsübergänge sichern die Aufrechterhaltung des Betriebs auch im Störfall.

Resilient bleiben mit Technik, die Sicherheit und Leistung bietet

Ob es um Schutz vor Starkregen geht, um die Entfernung neuer Störstoffe oder um sichere Trinkwasserversorgung bei Trockenheit: Die Anforderungen an Wasser- und Abwasserbetriebe steigen. ABB Motion unterstützt Betreiber mit praxistauglicher Antriebstechnik, die flexibel einsetzbar, energieeffizient und fernsteuerbar ist. So lassen sich bestehende Infrastrukturen zukunftssicher aufstellen – und neue Herausforderungen meistern, bevor sie zur Krise werden.