Kompakt und leistungsstark

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Bis zu 24.000 Ampullen verschließen die Spezialmaschinen der Rota Verpackungstechnik GmbH in einer Stunde. Für die Steuerung dieser Spitzenleistung setzt Rota auf Produkte von ABB. Zentrales Bauelement der Schaltschränke ist das Stecksystem Smissline TP, das Rota zum ersten Mal im industriellen Maschinenbau verwendet.

Die Rota Verpackungstechnik GmbH im südbadischen Wehrstellt Maschinen zur Automatisierung und Prozessoptimierung in der Pharmaindustrie her. Das Sortiment umfasst Spezialmaschinen zum Füllen von Ampullen, Flaschen und Fertigspritzen aus Glas oder Kunststoff, zum Verschließen von Gefäßen, zur visuellen Prüfung und zum Etikettieren. Derzeit hat das wachsende Unternehmen knapp 100 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz von Rota beträgt ungefähr 15 Millionen Euro. Das Unternehmen exportiert 90 % seiner Maschinen in circa 70 Länder.

Der Maschinenbau für die Pharmabranche zeichnet sich durch hohe Flexibilitätsansprüche aus. „In der Pharmaindustrie kommen häufig neue Regeln, beispielsweise von der FDA, also der US-amerikanischen Food and Drug Administration“, sagt Sebastian Gierth, einer der beiden Leiter des Teams Elektrik bei Rota. „Für uns bedeutet das, dass insbesondere die Software unserer Maschinen jederzeit up to date sein muss. Im Jahr 2013 haben wir deshalb unsere Maschinen auf der Software-Seite mit einer neuen Technik versehen und in dem Zuge bei der Hardware stärker als bisher auf ABB-Produkte gesetzt.“

Geringer Platzbedarf

„Rota hat gefordert, die Komponenten im Schaltschrank so platzsparend wie möglich unterzubekommen“, sagt Christian Weiß, Vertriebsmitarbeiter von ABB Stotz-Kontakt. „Dafür konnten wir eine optimale Lösung anbieten, denn viele der ABB-Komponenten zeichnen sich durch ihre kompakte Bauart aus.“ Hintergrund der Forderungen: „Jeder Meter im Sterilbereich kostet unsere Pharmakunden bares Geld; deshalb müssen die Schaltschränke so klein wie möglich sein – und da sind die kleiner bauenden ABB-Komponenten von Vorteil“, sagt Sebastian Gierth.

50 % schnellerer Einbau

Hinzu kommt, dass Rota mit Smissline TP von ABB ein zeit- und platzsparendes Stecksystem verwendet. Es erlaubt das lastfreie Auf- und Entstecken von Geräten unter Spannung – ohne zusätzliche persönliche Schutzausrüstung. Die Schutzgeräte werden bei Smissline TP direkt aufgesteckt und können gemischtpolig angebracht werden. Zudem erlaubt Smissline TP die Nutzung nur eines Kabelkanals für die Einspeise- und Abgangsverdrahtung. „Durch den Einsatz von Smissline sind wir bis zu 50 % schneller als im Vergleich zur herkömmlichen Montage“, sagt Dirk Strittmatter, der andere Leiter des Teams Elektrik bei Rota.

„Die optimale Einspeisefähigkeit des Systems reicht bis 200 A“, sagt Christian Weiß. „Diese Anschlussleistung ist für die überwiegende Zahl der Anwendungen im Maschinenbau vollkommen ausreichend. Dagegen sind Systeme mit bis zu mehr als 400 A oft völlig überdimensioniert und unnötig teuer – wir sprechen manchmal humorvoll von ‚Kupferbergwerken‘, die ungenutzt im Schrank hängen.“

Investition rechnet sich

Die schnellste Rota-Verarbeitungslinie bewältigt bis zu 24.000 Ampullen pro Stunde. „Bei Wirkstoffkosten von zehn bis 80 Euro pro Ampulle würden dem Pharmaunternehmen bereits bei einer halbstündigen Störung Millionenverluste entstehen“, sagt Dirk Strittmatter. Der Einsatz von Smissline TP ist deshalb nicht nur wegen des technischen Vorteils, sondern auch unter Kostengesichtspunkten sinnvoll. „Die höhere Investition in Smissline rechnet sich wegen der wesentlich schnelleren Montage, aber auch unter dem Aspekt der schnelleren Wiederverfügbarkeit bei Störungen“, sagt Sebastian Gierth.

Aus einer Hand

Auch bei der Sicherheit vertraut Rota mit der Prozess-Zuhaltevorrichtung Dalton M31 auf eine Komponente von ABB. Bei dem Verpackungsspezialisten kommen damit ABB-Produkte und -Lösungen der Schutz- und Steuerungstechnik, Verteilung, Antriebstechnik und Sicherheitstechnik zum Einsatz. „Für uns ist es wichtig, dass wir unsere Kunden aus einer Hand bedienen“, sagt Christian Weiß. „Wenn alle technischen und organisatorischen Fragen gebündelt geklärt werden können, entstehen vielfältige Synergieeffekte.“