New Work fernab von Metro­polen: Smartes SAP-Projekt­haus im ländlichen Raum

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Seit geraumer Zeit komplettiert ein imposanter Büroneubau den IGZ-Campus im oberpfälzischen Falkenberg: Mit dem neuen Zentralgebäude verwirklichen die SAP-Ingenieure flexible New-Work-Konzepte und werden damit noch attraktiver für hochqualifizierte IT- und Automatisierungs-Talente. Neben der innovativen Raum- und Lichtgestaltung sorgt nicht zuletzt auch eine KNX-basierte Smart-Building-Lösung von ABB für zeitgemäßen Aufenthaltskomfort – und dafür, dass das neue IGZ-Zentralgebäude höchste Ansprüche an Energieeffizienz und Klimaschutz erfüllt. 

Vor gut zwanzig Jahren wurde das Automationsprotokoll KNX aus der Taufe gehoben. Seither setzen weltweit immer mehr Unternehmen auf diesen De-facto-Standard. So auch die 1999 gegründete Ingenieurgesellschaft für logistische Informationssysteme mbH (IGZ): Schon bei der Errichtung ihrer ersten ‚Softwarescheune‘ im ländlich geprägten Falkenberg vernetzte IGZ verschiedene Gebäudeleittechniksysteme mit KNX-Lösungen von ABB. 

Sichtbare Wurzeln in der Region

Die besondere Mischung aus bodenständigem, naturnahem Lebensraum und innovativer Arbeitsumgebung gehört zum IGZ-Credo. IGZ ist ein Experte für intelligente SAPSoftwarelösungen für Automatisierung von Lager, Produktion und Transport. Für international tätige Kunden plant und realisiert IGZ anspruchsvolle Logistikprojekte von Anfang bis Ende. Als Generalunternehmer verantwortet IGZ auch die Automatisierungs- und Fördertechnik. Jüngstes Highlight auf dem Falkenberger IGZ-Campus mit seinen über 550 Beschäftigten ist ein spektakulärer Neubau, den das Berliner Architekturbüro J. MAYER H. und Partner für IGZ entwarf: Auf dem höchstgelegenen Punkt des Firmenareals erstreckt sich das 120 Meter lange quaderförmige Bauwerk in einem Winkel von 90 Grad zu den anderen drei IGZ-Gebäuden. Insgesamt ergibt sich so ein organisches architektonisches Ensemble – wobei der Neubau ortstypische Fachwerkstrukturen aufgreift. Auch die für die Oberpfalz charakteristischen Baumaterialien Holz und Granit symbolisieren die feste Verwurzelung in der Region.  

Neben Ästhetik und Komfort war Klimaschutz und Nachhaltigkeit eines der bestimmenden Themen bei der Konzeption des neuen Gebäudes. Dazu gehört eine nachhaltige Energieversorgung aus vorwiegend regenerativen Quellen wie Geothermie und Photovoltaik ebenso wie die umfassende Vernetzung aller leittechnischen Systeme mit dem eingangs erwähnten Automationsprotokoll KNX. 

„Aufgrund unserer positiven Erfahrungen favorisierten wir diesen offenen Standard auch im neuen Hauptgebäude – und zwar als Basis für eine holistische ABB-Lösung, die uns maximale Energieeffizienz garantiert“

Christian Kopf, Projektverantwortlicher bei IGZ.

Visuell und intuitiv: Transparenz über den aktuellen Energieverbrauch

Der KNX-Standard bildet eine technologische Konstante auf dem IGZ-Campus. Völlig neu hingegen sind die Dimensionen der diesmal damit umgesetzten Gebäudeautomation. Immerhin bietet der Neubau gut 8.000 Quadratmeter Nutzfläche: „Die durchgängige Vernetzung aller energetischen Komponenten, einschließlich Elektrik, Heizung, Lüftung sowie Kühlung ermöglichte uns eine ganzheitliche Automationslösung, mit der unser Kunde das Energieeffizienzpotenzial im neuen Gebäude optimal ausschöpfen kann“, kommentiert Ralph Christoph aus dem Vertrieb der ABB Busch-Jaeger Elektro GmbH (BJE) 

Die ABB-Plattform bei IGZ umfasst unter anderem KNX-integrierte Schalter und Steckdosen von Busch-Jaeger, diverse Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) sowie passende Verteilerschränke von ABB Striebel & John. Hinzu kommen diverse Mess- und Monitoring-Komponenten für ein effektives Energiemanagement wie zum Beispiel das Netzanalysegerät M4M von ABB. Zusammengeführt, aggregiert und angezeigt werden die erfassten Informationen über alle Datenquellen hinweg mit der Visualisierungssoftware EisBär SCADA 3. Die Facility-Manager im neuen IGZ-Gebäude haben damit den aktuellen Status von Energieeinspeisung und Verbrauch jederzeit im Blick. So können sie bei eventuellen Abweichungen vom regulären Verbrauchsmuster sofort reagieren. 

Nachhaltigkeit versus Kostenersparnis

Herzstück der von ABB konzipierten Energieeffizienzplattform ist die gleichfalls KNX-basierte Automatisierungslösung ABB ClimaECO: Sämtliche Komponenten der Heizungs- und Klimaanlage lassen sich damit zentral steuern, regeln und überwachen – von der primären Wärmeerzeugung bis hin zu jedem einzelnen Raumthermostat. Weil über das KNX-Protokoll auch CO2– und Luftfeuchtigkeitssensoren integrierbar sind, kann IGZ mit ClimaECO automatisch für ein stets angenehmes Raumklima sorgen. 

Nicht zuletzt verbessert die Lösung auch die Effektivität im Facility Management – zum Beispiel durch hinterlegte Zeitpläne für definierte Instandhaltungszyklen. Aber auch dynamische Wartungsszenarien auf der Grundlage komponentenbezogener Auslastungs- und Störungsdaten werden von ClimaECO unterstützt: Mit einer solchen datenbasierten Maintenance-Strategie können weniger stark belastete Komponenten länger im Einsatz bleiben. Sie werden erst ausgetauscht, wenn ihr tatsächliches Nutzungsprofil einen Verschleiß erwarten lässt. Im Ergebnis gehen verringerte Wartungskosten mit einem schonenden Ressourcenumgang einher. 

Mit Blick auf die Balance zwischen Nachhaltigkeit, Kostenersparnis und Nutzungskomfort sagt Christian Kopf: „Das ganzheitliche Energieeffizienzportfolio von ABB deckt alle Aspekte der automatisierten Gebäudesteuerung ab. Wir nähern uns damit nicht nur unserem Ziel einer weitgehend klimaneutralen Gebäudebewirtschaftung, sondern minimieren zugleich unsere Energiekosten und verbessern signifikant die Aufenthaltsqualität für die Belegschaft.“