Ein System für alle Fälle

Gefällt mir
Bookmark

Die Energiewende hat die Erzeugerlandschaft stark verändert. Erneuerbare Quellen werden immer wichtiger, Smart Grids und virtuelle Kraftwerke entstehen. Damit wächst auch der Bedarf für ein flexibles und vor allem skalierbares Leitsystem. Das neue Symphony Plus von ABB wird diesen Marktanforderungen gerecht.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen, die im Zuge der Energiewende geschaffen wurden, stellen hohe Anforderungen an die Energieerzeuger. Ob aus konventionellen oder erneuerbaren Quellen – Energie muss zu möglichst geringen Kosten und unter effizienter Verwendung von Ressourcen, zugleich sicher, zuverlässig und mit möglichst geringem CO2-Ausstoß erzeugt werden. Durch die Energiewende verändert sich die Struktur der Energielandschaft. Einerseits ist ein starker Trend zu kleinen, räumlich verteilten Erzeugungsanlagen zu beobachten. Andererseits entstehen dezentrale Verbundanlagen, Smart Grids oder virtuelle Kraftwerke. Gleichzeitig wird von den Betreibern konventioneller Kraftwerke eine viel größere Flexibilität verlangt. Die verstärkte Einbindung von Wind- und Wasserkraftwerken sowie Photovoltaikanlagen führt wegen der naturgemäß schwankenden Einspeisung aus diesen Quellen dazu, dass benötigte Lasten aus den konventionellen Kraftwerken zur Erhaltung der Netzstabilität immer kurzfristiger ermittelt und abgerufen werden müssen. Hierzu ist eine deutlich flexiblere Fahrweise der Kraftwerke notwendig. Auch wird zukünftig in den thermischen Kraftwerken nur ein Bruchteil der Betriebsstunden erreicht werden, für die sie konzipiert wurden.

 

Investitionsschutz an erster Stelle

Aus der neuen Lage ergeben sich veränderte Anforderungen an die Leittechnik der Energieerzeugungsanlagen. Die Betreiber suchen nach Möglichkeiten, Anlagen unterschiedlicher Art und Größe flexibel zu automatisieren und unter einer einheitlichen Systemarchitektur zusammenzufassen. Dabei steht der Investitionsschutz für vorhandene Anlagen und Systeme an erster Stelle ihrer Prioritätenliste.

 

Verschiedene Innovationszyklen

Die verfahrenstechnischen Anlagenteile und die Feldgeräte (Sensorik und Aktorik) haben eine Lebensdauer von 20 bis 30 Jahren. Die Automatisierung ist typischerweise nach 15 Jahren zu modernisieren oder zu ersetzen. Demgegenüber haben Rechner und Netzwerkkomponenten vergleichsweise kurze Innovationszyklen von etwa fünf bis sechs Jahren. Die unterschiedlichen Lebensdauern stellen hohe Ansprüche an die Migrationsfähigkeit der Leittechnik. Um die Investitionen zu schützen, müssen vorhandene Anlagen oder Anlagenteile problemlos in ein neues System integriert werden können – und zwar ohne Einbußen bei der Sicherheit, Bedienbarkeit und Effizienz.

Mit der aktuellen Weiterentwicklung des seit Jahrzehnten bewährten Symphony-Systems lassen sich heterogene Erzeugungsportfolios effizient und kostengünstig automatisieren. Die offene Systemarchitektur ermöglicht eine individuell auf die Kunden zugeschnittene Automatisierungslösung nach dem Baukastenprinzip. Das System ist abwärtskompatibel und wird durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung an die aktuellen Marktanforderungen angepasst. Mit Symphony Plus stellt ABB sicher, dass die Nutzer über den gesamten Lebenszyklus ihrer Anlage hinweg nur ein leistungsfähiges Leitsystem einsetzen müssen. ABB verfolgt die Strategie der „Evolution Without Obsolescence“. Diese bringt dem Anwender eine über lange Zeit stabile Systemplattform ohne Brüche in der Systemarchitektur.

Neben der durchgängigen Skalierbarkeit bietet Symphony Plus unter anderem eine einfache und intuitive Nutzeroberfläche, die dem Anlagenoperator kurze Reaktionszeiten ermöglicht und ihm permanent einen umfassenden Überblick über den Zustand der Anlage bietet. Ein integriertes Alarmmanagement liefert jederzeit aktuelle Informationen zum Anlagenstatus und zu Störereignissen.

 

Modularer Service nach Maß

Mit einem auf Stromerzeuger und Wasserindustrie zugeschnittenen Service sorgt ABB für die maximale Leistungsfähigkeit der Anlagen. Neben dem Prozessleitsystem Symphony Plus bietet ABB auch für Energietechniksysteme Lösungen über deren gesamten Lebenszyklus sowie vielfältige Serviceprodukte und Life-cycle-Managementlösungen. Dies ist geleitet von dem Ziel, die Verfügbarkeit der Anlagen zu erhöhen und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Die wesentlichen Aufgaben der Instandhaltung – die mit eigenen Mitteln nicht immer erfüllt werden können – sind in den Serviceverträgen als hinzuwählbare Module enthalten. Die optimale Wartung und Instandhaltung dient der Betriebssicherheit, Verfügbarkeit sowie Werterhaltung und verlängert die Nutzungsdauer der Anlagen. Hinzu kommt, dass die schnelle Behebung von Störungen mögliche Ausfallzeiten reduziert.