Vier Multidrive-Frequenzumrichtersysteme von ABB sorgen für den Gleichlauf der Motoren und damit auch des Troges. Jedes System besteht aus einem Einspeisemodul, dem Gleichrichter und zwei Wechselrichtern. Der Gleichlauf der beiden Antriebe der jeweiligen Antriebseinheiten des Troges erfolgt nach dem Master-/Follower-Prinzip. Die jeweils zwei Motoren einer Antriebsecke, deren Motorwellen miteinander gekoppelt sind, werden über zwei ACS880 angetrieben.
Die Master-/Follower-Konfiguration besteht aus einem drehzahlgeregelten Masterantrieb und einem Folgeantrieb, der dem Drehmomentsollwert des Masterantriebs folgt. Die ACCS880 sind miteinander gekoppelt und realisieren somit einen Drehmomentengleichlauf. Die Master-/Follower-Frequenzumrichter kommunizieren über eine LWL-Verbindung miteinander. Die Geräte übernehmen im Betrieb die gleiche Last und beeinflussen sich nicht gegenseitig.
Der Gleichlauf aller vier Antriebsecken des Troges erfolgt über eine Lageregelung. Hierfür wird über eine zentrale Regelfunktion kontinuierlich aus den vier Istwert-Positionen eine virtuelle Lageposition berechnet, die den vier Antriebssteuerungen des Troges zeitgleich als Positions-Sollwert vorgegeben wird. Die lokalen Positionsregler der vier Antriebssteuerungen regeln die vorgegebene Position entsprechend der aktuellen Istwert-Position der Antriebseinheit aus. Ist die aktuelle Position höher als die Sollwert-Position, wird die Drehzahl gemindert oder im umgekehrten Fall erhöht, bis die Sollwertposition wieder erreicht wird. Dies erfolgt über den kompletten Fahrweg bei jeder Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeitsvorgabe erfolgt unabhängig von der Lageregelung über eine Fahrkurve.
Fällt ein Antrieb aus, kann die Trogfahrt im eingeschränkten Betrieb mit zwei Antriebseinheiten im Diagonalbetrieb oder mit drei Antriebseinheiten erfolgen. Die defekten Antriebe werden vor Ort nach Kontrolle der Ursachen durch Abwahl am Schaltschrank aus der Gleichlaufregelung ausgeschlossen. Die gestörte Antriebseinheit wird dann nur noch über die Gleichlaufwelle angetrieben. Die Bremsen müssen jedoch funktionsfähig sein, da diese bei Trogfahrten mit angesteuert werden.
Es existieren des Weiteren zwei baugleiche Troghaltevorrichtungen, je eine für die obere und untere Andockposition. Diese entlasten das Antriebssystem beim Stillstand des Troges in den Haltungen. Die Troghaltevorrichtung hat dabei die Aufgabe, das auftretende Ungleichgewicht aus z. B. Sunk, Schwall und Schiffsbewegung direkt abzuleiten, ohne dass diese Lasten das Antriebssystem belasten. Das Ritzel bleibt dabei weiterhin im Eingriff. Jede dieser Vorrichtungen besteht aus je vier hydraulisch bewegten Riegelbarren für die obere bzw. untere Haltung an den Pylonen, die mit vier doppeltwirkenden Klinkenpaaren auf dem Trog zusammenwirken.