Wasserdichte Investitionen

Like
Bookmark

Um ein Wasserwerk oder eine Kläranlage rentabel zu betreiben, bedarf es einer Automation mit hohem Investitionsschutz. In vielen Fällen ist es wirtschaftlich sinnvoller, auf eine neue Technologie zu migrieren, anstatt eine vollständige Modernisierung durchzuführen. Symphony Plus von ABB bietet leistungsfähige Funktionen für eine ganzheitliche Automatisierung.

Die Automatisierungssysteme vieler Wasserversorgungs- und Abwasseraufbereitungsanlagen entsprechen nicht mehr den aktuellen technischen Standards. Häufig sind noch ältere Leittechniken mit abgekündigten Produkten und Betriebssystemen sowie serielle Kommunikationstechnik im Einsatz, die auf überholten Bedien- und Visualisierungskonzepten basieren. Betreibern bieten sich prinzipiell zwei Möglichkeiten, ihre Anlagen auf den heutigen Stand der Technik zu bringen: Migration oder Modernisierung.

Investitionen retten

Den Großteil der Investitionen in neue Automatisierungstechnik machen Dienstleistungen wie Projektierung, Programmierung und Parametrierung aus. Die Kosten für Hardware und Lizenzen sind verhältnismäßig gering. Bei der Migration auf ein neues System werden lediglich einzelne Komponenten erneuert und aufwandsarm in die Anlage integriert. Das Ziel besteht darin, möglichst viele Investitionen auch im neuen System zu nutzen. Modernisierungen hingegen bringen das Problem mit sich, dass in der Vergangenheit erbrachte Dienstleistungen komplett verloren gehen.

Für die Migration bietet ABB mit Symphony Plus eine passende, leistungsfähige Lösung. Beim Wechsel von der alten Automatisierung auf das für die Wasserwirtschaft spezialisierte Leitsystem bleibt ein Großteil der erbrachten Dienstleistungen erhalten. Symphony Plus ermöglicht einen partiellen Systemwechsel im Rahmen einer horizontalen Migration: In mehreren Schritten wird das Altsystem in das neue System überführt. Es ist nicht erforderlich, die vorhandenen Controller gleichzeitig zu ersetzen; vielmehr kann deren Austausch schrittweise erfolgen. Dahinter steht die Strategie der „Evolution without Obsolescence“, mit der ABB die Betreiber von Wasserversorgungs- und Abwasseraufbereitungsanlagen dabei unterstützt, neue Technologien einzuführen, gleichzeitig aber ihre Investitionen zu sichern.

Wissen, was wo passiert

Verfügt eine Anlage über ein Geoinformationssystem (GIS), bietet das ABB-Leitsystem die Option, den GIS-Viewer einzubinden, der topologisches und technisches Kartenmaterial mit der Bedien- und Beobachtungsebene Symphony Plus Operations verknüpft. Das Leitsystem gibt Auskunft über den Wert und Status einer Prozessgröße; der GIS-Viewer ergänzt den Einbauort und die lokalen Gegebenheiten. Betreiber können aus der übergeordneten Anlagensicht direkt in detailliertere Ebenen zoomen – bis zur Darstellungsebene der Aktoren und Sensoren. So lassen sich Fehler in der Anlage schnell erkennen und geografisch lokalisieren.

Weitere Zusatzmodule für Symphony Plus steigern die Wirtschaftlichkeit: PumpFit optimiert den Betrieb von Pumpengruppen in Wasserpumpstationen; PEMS (Pump Efficiency Monitoring System) ist ein intelligentes Messsystem, das die Pumpeneffizienz ermittelt und den genauen Zeitpunkt berechnet, von dem an sich die Wartung einer Pumpe lohnt. Diese Funktionen verringern und verkürzen Anlagenstillstände und senken Energiekosten.

Normgerechte Informationen

Das Anlagen-Informationsmanagement-System PGIM Aqua wurde als Bestandteil von Symphony Plus speziell für den Einsatz in der Wasserwirtschaft entwickelt, um Berichte und Auswertungen zu erstellen. Es erfüllt die Norm DWA M260 der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. Indem PGIM Aqua alle wichtigen Informationen direkt verfügbar macht, vereinfacht es die Steuerungsabläufe in abwasser- und wasserwirtschaftlichen Anlagen. Das System beinhaltet vorformulierte Tages-, Monats- und Jahresberichte sowie Tools zur freien Berichterstellung nach individuellen Kundenwünschen.

Über die Migration hinaus stellt ABB Anlagenbetreibern Serviceleistungen zur Verfügung, die zum langfristigen Erhalt der installierten Komponenten und der Software beitragen. Hierzu gehören die vorbeugende Instandhaltung, eine ständige Rufbereitschaft und intelligente Ersatzteilstrategien. Spezielle Serviceprogramme gewährleisten, dass die Leitsystemsoftware nicht veraltet („never obsolete system“). Die Kunden haben Anspruch auf die neueste Version von Symphony Plus und halten ihr Leitsystem somit stets aktuell.