Ladeinfrastruktur: Vom Rückgrat der Elektromobilität zur Kritischen Infrastruktur?

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Die Diskussion um Elektromobilität wird oft emotional geführt – von Kaufprämien bis zur „Reichweitenangst“. Doch ein Blick in die Statistik zeigt: Die Mobilitätswende nimmt Fahrt auf. Batterieelektrische Pkw (BEV) erreichten etwa 545 142 Neuzulassungen im Jahr 2025. Das entspricht einem Marktanteil von ca. 19,1 Prozent aller neu zugelassenen Pkw. Gegenüber 2024 entspricht das einem starken Zuwachs von rund 43 Prozent bei den BEV-Zulassungen.

Mit jedem zusätzlichen E-Auto wächst der Bedarf an Ladeinfrastruktur. Sie muss nicht nur zuverlässig und flächendeckend verfügbar sein, sondern auch sicher – sowohl im Betrieb als auch in der IT. Denn wenn Ladeparks an Autobahnen, Rasthöfen und in Depots ausfallen oder gar Ziel von Cyberangriffen werden, hätte das Folgen für Verkehr, Wirtschaft und Gesellschaft. Spätestens damit rückt Ladeinfrastruktur in eine neue Dimension: Sie entwickelt sich zu einem kritischen Faktor der Versorgungssicherheit.

ABB auf der mobility move

Besuche uns auf der mobility move vom 10. bis 12. März im Estrel Hotel in Berlin.

Warum Ladeinfrastruktur zum Sicherheitsfaktor wird

Bislang wird Ladeinfrastruktur in Deutschland nicht flächendeckend als Kritische Infrastruktur (KRITIS) eingestuft. Doch ihre Bedeutung steigt rasant – und damit auch das Interesse der Sicherheitsbehörden. Einzelne, besonders große Ladeparks können bereits heute unter KRITIS-Regeln fallen. Und mit der europäischen NIS2-Richtlinie wird die Zahl der betroffenen Betreiber künftig deutlich zunehmen: Schon Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden oder 10 Mio. € Jahresumsatz werden dann reguliert.

Für Betreiber bedeutet das: Sie müssen sich auf verschärfte Anforderungen einstellen – von IT-Sicherheitsmanagement über Meldepflichten bis hin zu Notfallplänen. Gleichzeitig gilt es, Kundendaten, Zahlungsprozesse und die Kommunikationsschnittstellen zwischen Fahrzeug, Ladesäule und Backend zuverlässig zu schützen.

Was auf Betreiber zukommt

Das neue Whitepaper „Ladeinfrastruktur als Kritische Infrastruktur in Deutschland“ gibt einen kompakten Überblick:

  • Welche gesetzlichen Grundlagen gelten heute (BSIG, KRITIS-Verordnung)?
  • Welche Schwellenwerte sind relevant – und wo liegt die Einstufungsschwelle für Ladeinfrastruktur?
  • Welche zusätzlichen Pflichten bringt die NIS2-Richtlinie ab 2025?
  • Welche organisatorischen und technischen Maßnahmen sind Pflicht?

Ein Fazit ist klar: Betreiber, die frühzeitig handeln, verschaffen sich nicht nur Rechtssicherheit, sondern auch einen Wettbewerbsvorteil. Eine zuverlässige und sichere Ladeinfrastruktur schafft Vertrauen – bei Nutzern, Partnern und Behörden.

Orientierung für Betreiber

Mit der ABB-Software dynovaPRO stehen Unternehmen schon heute Lösungen zur Verfügung, die KRITIS-konform sind und damit helfen, die regulatorischen Vorgaben zuverlässig zu erfüllen. Wer rechtzeitig investiert, reduziert Risiken, vermeidet Ausfälle – und macht die eigene Ladeinfrastruktur fit für die Zukunft.

Das vollständige Whitepaper kannst Du hier herunterladen

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