Europaweit fehlen qualifizierte Schweißerinnen und Schweißer – besonders im Mittelstand. In vielen Betrieben führt der Fachkräftemangel dazu, dass Aufträge nur verzögert bearbeitet oder gar nicht angenommen werden können. Kollaborative Roboter, sogenannte Cobots, schließen diese Lücke zunehmend: Sie übernehmen präzise, wiederkehrende und körperlich anstrengende Aufgaben, während Fachkräfte ihre Erfahrung dort einsetzen, wo Feingefühl und Expertise gefragt sind – etwa bei komplexen oder individuellen Schweißprozessen.
Dieses Zusammenspiel von Mensch und Maschine steigert die Produktivität, die Qualität und die Arbeitssicherheit deutlich. Gleichbleibend präzise Schweißnähte reduzieren Nacharbeit, während automatisierte Abläufe zu planbaren Prozessen und kürzeren Durchlaufzeiten führen. Gleichzeitig schaffen Cobots neue Freiräume: Fachkräfte können sich stärker auf anspruchsvolle Aufgaben, Qualitätskontrolle und Prozessoptimierung konzentrieren.
Welche Arbeitsschritte automatisiert werden, hängt dabei von mehreren Faktoren ab: – von der Bauteilgeometrie, der Losgröße und den angestrebten Qualitätszielen bis hin zu den vorhandenen Skills im Team. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht diese flexible Arbeitsteilung, Kapazitätsengpässe auszugleichen und Fertigungsprozesse skalierbar zu gestalten – ohne Kompromisse bei der Qualität.