Pride Month 2026: Warum Vielfalt gerade jetzt wichtiger wird

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Der Pride Month 2026 findet in einer Zeit statt, in der gesellschaftliche Vielfalt zunehmend unter Druck gerät. Während sich viele Unternehmen in den vergangenen Jahren offensiv für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion eingesetzt haben, wird das Thema heute leider deutlich kontroverser diskutiert. Studien in Deutschland zeigen, dass die gesellschaftliche Akzeptanz gegenüber queeren Menschen nicht mehr selbstverständlich wächst.

So kommt der aktuelle Ipsos LGBT+ Pride Report 2026 zu einem bemerkenswerten Ergebnis: Erstmals seit Jahren sinkt die Zustimmung zu verschiedenen Aspekten der Gleichstellung und Sichtbarkeit queerer Menschen in Deutschland. Nur noch 44 Prozent der Deutschen halten es für richtig, dass LGBTQ+-Personen offen mit ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität leben. Auch die Unterstützung für eine stärkere Repräsentation queerer Menschen in Medien, Werbung und Gesellschaft geht zurück. Besonders bemerkenswert: Nur noch 40 Prozent der Befragten finden es positiv, wenn Unternehmen oder Marken sich aktiv für die Gleichberechtigung queerer Menschen engagieren. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um drei Prozentpunkte.

Auch Gewerkschaften und Interessenverbände beobachten diese Entwicklung mit Sorge. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verweist auf einen Anstieg queerfeindlicher Anfeindungen und warnt vor gesellschaftlicher Polarisierung. Sichtbarkeit und Engagement seien gerade jetzt wichtig, um Respekt, Chancengleichheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Vor diesem Hintergrund erhält das Engagement von Unternehmen eine neue Bedeutung. EVielfalt ist Teil einer modernen Unternehmenskultur, geht heute aber weit darüber hinaus. In einem gesellschaftlichen Klima, in dem Akzeptanz brüchiger wird und Minderheiten stärker unter Druck geraten, müssen Unternehmen Haltung zeigen und Position beziehen. Wer für Respekt, Offenheit und Chancengleichheit einsteht, sendet damit ein sichtbares Zeichen– nach innen wie nach außen.

ABB in Deutschland gehört zu den Unternehmen, die sich trotz der veränderten gesellschaftlichen Stimmungslage weiterhin deutlich für Vielfalt und Inklusion positionieren. Für uns sind unterschiedliche Perspektiven ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Entsprechend engagiert sich ABB in Deutschland für eine offene Unternehmenskultur, in der Mitarbeitende ihre Persönlichkeit ohne Angst vor Benachteiligung einbringen können. Der Pride Month ist dabei weit über einen symbolischen Aktionstag hinaus von Bedeutung. Er bietet die Gelegenheit, über Respekt, Zugehörigkeit und Chancengleichheit am Arbeitsplatz zu sprechen – Themen, die angesichts des Fachkräftemangels und des zunehmenden Wettbewerbs um qualifizierte Talente für Unternehmen stetig an Bedeutung gewinnen. 

„Vielfalt ist nicht nur ein Wert – sie ist unser Motor für Innovation. Die beste Version eines Unternehmens entsteht, wenn wir alle Beschäftigten ermutigen, authentisch sie selbst zu sein – und wir alle das auch wertschätzen. Nur dann können alle ihr volles Potenzial entfalten und es entstehen die besten Lösungen. Wenn Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven, Hintergründen und Identitäten zusammenarbeiten, schöpfen wir echte Kraft aus unserer Vielfalt – unabhängig davon, welche Dimension von Diversität wir betrachten. Denn eines haben wir alle gemeinsam – unsere Verschiedenheit. Das ist unsere Verantwortung, auch weit über den Pride Month hinaus." 

Alexander Zumkeller, Arbeitsdirektor und Personalvorstand der ABB AG

Unser Engagement für Vielfalt und Inklusion in der Praxis

ABB in Deutschland setzt sich durch gezielte Maßnahmen und sichtbares Engagement aktiv für ein inklusives Arbeitsumfeld ein. So etwa durch interne Formate, die den Austausch zu Vielfaltsthemen fördern, sowie Veranstaltungen und Initiativen rund um den Pride Month. Gleichzeitig ist ABB seit Jahren auf Plattformen wie der Karrieremesse „Sticks & Stones“ präsent, um mit LGBTQIA+‑Talenten in den Dialog zu treten. Ergänzt wird dieses Engagement durch Richtlinien, Trainingsangebote und Kommunikationsmaßnahmen, die Vielfalt im Arbeitsalltag verankern. So wird Inklusion sichtbar gemacht und im Arbeitsalltag aktiv gelebt.  Unser Engagement wird auch extern anerkannt: ABB in Deutschland wurde zuletzt erneut als „Pride Champion in Gold“ im Pride Index ausgezeichnet.

Warum Inklusion auch wirtschaftlich Sinn macht 

Inklusion ist nicht nur ein HR-Thema, sondern ein klarer Wettbewerbsvorteil:

Vielfalt ist nicht eindimensional

Menschen vereinen unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen. Dieses Zusammenspiel – auch als Intersektionalität bezeichnet – prägt, wie Vielfalt erlebt wird. Inklusion bedeutet daher, den ganzen Menschen zu sehen.

Unser Ziel ist klar: ein Arbeitsumfeld, in dem alle Menschen ihr Potenzial entfalten können. Und dies wird uns auch von unabhängiger Seite bestätigt. So wurde ABB Deutschland 2025 erneut als Pride Champion in Gold ausgezeichnet. In den Bereichen Fortbildungen, Kommunikation & Sichtbarkeit sowie Veranstaltungen & Advocacy erreichte ABB die volle Punktzahl. Die Auszeichnung zeigt: Diversität ist bei ABB nicht nur ein Schlagwort, sondern fest in der Unternehmenskultur verankert.

Podcast
Arbeitswelt im Wandel – ABB-Personalvorstand Alexander Zumkeller im Interview
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Arbeitswelt im Wandel – ABB-Personalvorstand Alexander Zumkeller im Interview

Was ABB als Arbeitgeber ausmacht, wie sich die Arbeitswelt verändert und warum Haltung und Offenheit wichtiger denn je ist? Darüber spricht Alexander Zumkeller, Arbeitsdirektor und Mitglied der Geschäftsführung von ABB Deutschland, im Podcast „Destination Zukunft“.